27 Apr Energiesparhaus – die moderne Art zu wohnen

Wenn es um Neubauten geht, setzt die Energiesparverordnung hohe Maßstäbe. Deshalb gehört ein geringer Energieverbrauch zu dem neuen Baustandard. Was das Energiesparhaus angeht, gibt es keine konkrete Bauweise. Der Begriff deckt verschiedene Baustandards ab: Passivhaus, Effizienzhaus usw. Auf diese Weise werden gesetzliche Vorschriften bezüglich der Energiesparverordnung nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.

Noch vor einigen Jahren mussten sich Hausherren noch nicht mit der Energieeffizienz ihrer Häuser auseinandersetzen, weil Energie günstig zu haben war. Mittlerweile hat sich das aber geändert: die Energieeinsparverordnung (EnEV) zwingt Hausherren nun zu weiteren Schritten, weil Energiesparhäuser nun zum Standard gehören. Häuser, bei denen die Energieeinsparung im Vordergrund steht, gibt es aber auch.

Was ist ein Energiesparhaus?

Für den Begriff Energiesparhaus gibt es keine konkrete Definition. Dazu zählen Häuser, deren Energieverbrauch weit unter dem Energieverbrauch von Häusern liegt, die konventionell gebaut wurden und sich teilweise oder vollständig mit Ökostrom selbst versorgen.

Die Vorteile von Energiesparhäusern

Energiesparhäuser lassen sich mit verschiedenen Baumaßnahmen errichten. Dazu zählen gute Dämmung, doppelt- und dreifachverglaste Fenster, moderne Heizsysteme mit Solaranlage, usw. Auch wenn die Investition am Anfang größer ist, lohnt sie sich, weil sich viele Unterhaltskosten reduzieren lassen und einige Vorteile entstehen.

Geringerer Energieverbrauch und sinkende Unterhaltskosten
Altbauten, die zwischen den 50er und 70er Jahren gebaut wurden, verbrauchen meist 300 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter (Heizenergie). Dies entspricht einer Menge von 30 Litern Heizöl. Kostet ein Liter Heizöl 70 Cent und beträgt die Wohnfläche 150 Quadratmeter, so entstehen jährliche Heizkosten in Höhe von 3.000 €. Vergleicht man dies mit einem gleich großen 3-Liter-Haus, entstehen jährlich Heizkosten von nur 300 €.

Die (teilweise) autonome Energieversorgung
Viele Energiesparhäuser funktionieren mit Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen, die dafür sorgen, dass sich das Haus praktisch selbst versorgt. Während des Sommers versorgt eine Solarthermieanlage das Haus mit warmen Wasser und während der Übergangszeit unterstützt die Anlage die Heizung.

Anders sind Sonnenhäuser. Sie verfügen über große Solarkollektoren und Pufferspeicher und erzeugen mindesten 50 % der Heizenergie durch Solarkraft. Die restliche Heizenergie wird aus konventionellen Öfen mit Wasserbeutel erzeugt, die etwa für warmes Wasser als auch für wohlig warme Wohnräume sorgen. Andere Sonnenhäuser sind aber auch völlig autonom und erzeugen den Heizenergiebedarf zu 100 %. Dafür bedarf es aber eines großen Pufferspeichers mit mehreren 10.000 Litern Kapazität.

Unabhängigkeit von Preisschwankungen auf dem Energiemarkt
In den vergangenen Jahren gab es bei Energiepreisen starke Schwankungen und eine Tendenz nach oben. Bei schlecht gedämmten Häusern kann diese Entwicklung den Eigentümer finanziell stark belasten. In den letzten Jahren schwankten die Heizölpreise zwischen 50 Cent und einem Euro pro Liter. Eigentümer von Energiesparhäusern sind von solchen Schwankungen und Preiserhöhungen wenig beeindruckt: wer nicht so stark von Heizöl abhängig ist und nur wenig braucht, der kann solche Steigerungen oder Schwankungen viel leichter abdecken.

 

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